AllegroConTrio - Blog



Ouvertüre

Wir sind es, das AllegroConTrio und wir haben nun auch einen Blog, in dem Ihr mit spannenden Geschichten und lustigen Zwischenfällen aus dem Alltag eines jungen Streichtrios versorgt werdet. Auch, wie Musik zu nicht gerade kleinen Teilen unser Leben bestimmt, was wir durch die Musik gelernt haben und wie sie uns hilft, werdet Ihr von uns erfahren. Immer wieder fragen uns die Leute, warum wir nicht klassisch besetzt sind, wie es zu dieser Formation kam? Ganz einfach: drei gute Freunde wollten zusammen Musik machen, mit den Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung standen.
Wer sind wir eigentlich?
Unser erster und einziger Geiger: Johannes Brause, 18 Jahre, Konzertmeister des Jugend-Sinfonieorchesters Ahrensburg und seit Kurzem Abiturient. Unsere erste Cellistin: Lena Mackel, 20 Jahre, Stimmführerin der Cello-Gruppe im Jugendorchester und Studentin der Systematischen und Historischen Musikwissenschaften an der Uni Hamburg. Und unser zweiter Cellist: Jacob Turnbull, 19 Jahre, Jugendwart im JSOA und Student der Rechtswissenschaften an der Uni Hamburg.
Doch wie haben wir uns eigentlich kennengelernt?
Das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg können wir zu Recht unser musikalisches Zuhause nennen. In den Jahren 2012 bis 2014 sind wir drei diesem Jugendorchester, das an unserem Gymnasium, der Stormarnschule Ahrensburg ansässig ist, beigetreten und haben uns kennen und musikalisch lieben gelernt. Als Konzertmeister, Stimmführerin der Celli und Jugendwart des Orchesters ist die enge Zusammenarbeit schließlich ein absolutes Muss, sei es auf musikalischer oder organisatorischer Ebene! Auf den verschiedensten internationalen Bühnen sammeln wir bereits seit fünf Jahren mit diesem Orchester Auftritts-Erfahrung. Unsere gemeinsame Reise führte uns 2014 bereits durch Skandinavien, 2015 nach Polen bis hin nach China und erst letzten Sommer in die USA. Schon seit zwei Jahren treten wir gemeinsam auf, zunächst in Streichquartett-Besetzung und im März 2017 hat sich dann offiziell unser Streichtrio gegründet. Seit dem haben wir gemeinsam schon bei den unterschiedlichsten Anlässen für musikalische Begleitung gesorgt, seien es Hochzeiten, Geburtstage, Festessen, Weihnachtsfeiern, Präsidentenwechseln oder Wiedereröffnungen und lernen von Mal zu Mal dazu, was es heißt, dass selbst die beste Planung und Vorbereitung manchmal nichts nützt und man improvisieren muss, organisatorisch und manchmal auch musikalisch!

Autor: AllegroConTrio


Blick hinter die Noten

Oft werden wir gefragt: „Gibt es denn überhaupt Stücke in dieser Besetzung?“ Die Antwort darauf ist leider ganz einfach: Nein.

Wie kommen wir also an unser doch recht großes Repertoire, welches verschiedenste Stile der Musik umfasst? Von klassischen Werken, über traditionelle, weihnachtliche bis hin zur Salonmusik. Bis auf wenige Stücke ist keines davon für eine Geige und zwei Celli komponiert worden. Meistens sind es Orchestermusiken, Quartette oder Klavierauszüge. Es muss also arrangiert werden.

Dabei gibt es wichtige Regeln zu beachten. Diese haben wir, mehr oder weniger freiwillig, in unserer autodidaktischen Arbeit kennengelernt.
Offensichtlich ist, dass es in einem Musikstück, egal welcher Stilrichtung, immer eine Melodie und eine Begleitung gibt.
Die Melodie ist immer die Melodie und wird nicht verändert. Wir müssen also darauf achten, dass die Begleitung, die manchmal aus zwanzig Einzelstimmen besteht, sinnvoll in zwei zusammengefasst wird. Trotzdem darf es niemals überladen klingen und den Eindruck erwecken, dass das Stück nicht für Trio geschrieben wurde.
Können wir das erreichen, haben wir unsere Arbeit richtig gemacht.

Spezifischere Regeln gibt es auch. Gerade in einem Trio ist jede einzelne Stimme gut rauszuhören. Aus diesem Grund ist das Ziel ein homogener Klang, in dem zwar die Instrumente gewollt solistisch hervortreten können, allerdings nicht der Zuhörer das Gefühl hat, dass drei einzelne Musiker auftreten.
Die Geige sollte daher nicht in zu hohen Lagen spielen, die Celli sollten sich nicht in den Stimmen überschneiden. Eine Oktave Unterschied löst das Problem meistens.

Seit Kurzem bieten wir einen besonderen Service an. Der Kunde kann sich Stücke wünschen, die wir dann zu seinem Anlass spielen. Einige bereits erfüllte Aufträge waren z.B. das Thema der Serie Downton Abbey, Halleluja von Leonard Cohen, Viva La Vida von Coldplay oder All of me von John Legend.
Solche Wünsche kommen gerade bei Hochzeiten häufig vor.
Und natürlich lassen wir kein Arrangement unversucht.

Autor: AllegroConTrio